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Einsätze 2002:

Brand Kindergarten Höhsand
25.03.02

Datum Uhrzeit Einsatzart Einsatzstelle Einsatz Nr.
Mo 25.03 - 26.03 14:00 - 06:00 Brand Kindergarten Höhsand 2002
Einsatzkräfte  Eingesetzte Fahrzeuge FF Bickenbach

30 x FF Bickenbach
Seeheim, Jugenheim, Alsbach, Hähnlein, Pfungstadt, Bensheim, Griesheim und Darmstadt

 

Durch Arbeiten mit einem Gasbrenner bricht im Flachdach des Kindergartens Höhsand ein Feuer aus. Die Kindergärtnerinnen und die neun anwesenden Kinder werden von den Bauarbeitern auf den Brand aufmerksam gemacht und können das Gebäude gefahrlos verlassen. Als sechs Minuten nach der Alarmierung die ersten beiden Feuerwehrfahrzeuge eintreffen, ist bereits eine starke Rauchent-wicklung aus dem Dachbereich erkennbar. Mehrere trupps unter schwerem Atemschutz gehen zur Brandbe-kämpfung auf das Dach und in das Gebäude vor. Diese gestaltet sich jedoch aufgrund der Dachkon-struktion als äußerst schwierig. Das Feuer kann sich in dem Deckenhohlraum ungehindert ausbreiten, während weder von außen noch von innen öffnungen für die Lokalisierung des Brandherdes oder einen Lösch-angriff vorhanden sind. Mit äxten und Motorsägen werden mehrere Löcher in der Dachhaut geschaffen, um so an das Feuer heranzukommen. Dieses hatte sich jedoch bereits vor Eintreffen der Feuerwehr über große Teile des Daches ausgebreitet. Im Innern des Kindergartens beginnt die Decke einzustürzen. Deshalb müssen alle trupps das Dach verlassen und auch den Innenangriff abbrechen. Durch den Deckeneinsturz bekommt das Feuer jetzt reichlich Sauerstoff. Es kommt zur Durchzündung des gesamten Daches und zum Vollbrand im Innern des Gebäudes. Zu diesem Zeitpunkt sind die Feuerwehren Seeheim und Alsbach zur Unterstützung bereits auf der Anfahrt bzw. schon vor Ort. Eine Brandbekämpfung ist nur noch von außen und über Drehleitern möglich. Doch auch die Löschversuche von oben über die Drehleitern zeigt wenig Wirkung, da das eingestürzte Dach und das geschmolzene Bitumen sich wie eine Schutzschicht über die Brandherde legt, auf der das Löschwasser einfach abperlt. Obwohl von den Feuerwehren aus Bickenbach, Seeheim, Jugenheim, Alsbach, Hähnlein, Pfungstadt, Bensheim, Griesheim und Darmstadt von vier Drehleitern und durch Fenster und Türen bis zu 3.000 Liter Wasser pro Minute auf den Brandherd gespritzt werden, dauert es fast drei Stunden bis das Feuer eingedämmt ist. Gegen 18:30 Uhr können die meisten auswärtigen Feuerwehren abrücken. Die Feuerwehren Bickenbach und Seeheim stellen über Nacht ein Brandwache, die noch mehrmals kleinere Feuer ablöschen muss. Gegen 6:00 Uhr können die letzten Einsatzkräfte den Brandort verlassen und die Fahrzeuge und Gerätschaften wieder einsatzbereit machen. Um 08:00 Uhr ist auch dies erledigt. Die Feuerwehr Bickenbach war mit 30 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen im Einsatz. Die mehr als 200 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienst wurden von Helfern der Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes mit Essen und Getränken versorgt. Ein besonderer Dank gilt auch den Bickenbacher Bürgern, die uns die ganze Nacht mit frischem Kaffee und allerlei Snacks beliefert haben. An dem Gebäude entstand Totalschaden. Die Schadenshöhe wird von der Polizei auf mindestens eine Millionen Euro geschätzt. Der Totalverlust des Gebäudes wurde von den zuständigen Sachverständigen der Kripo und der Versicherung auf die Dachkonstruktion und den schon fortgeschrittenen Brandverlauf bei Eintreffen der Feuerwehr zurückgeführt. Deren Meinung nach bestand von Anfang an kaum eine Chance für die Feuerwehren, das Gebäude noch zu retten.